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Johann Sebastian Bach: Orgelbüchlein
Einspielung an der Weimbs-Orgel an St. Michael, Aachen-Burtscheid
Der gesamte Titel dieses Zyklus von Johann Sebastian Bach lautet: "Orgel-Büchlein worinnen einem anfahenden Organisten Anleitung gegeben wird, auf allerhand Arth einen Choral durchzuführen, anbey auch sich im Pedalstudio zu habilitieren, indem in solchen darinne befindlichen Choralen das Pedal ganz obligat tractiret wird. Dem höchsten Gott allein zu Ehren, dem Nechsten, draus sich zu belehren."

Wie viele Kompositionen Bachs ist das Choralbüchlein auch ein Studienwerk für seine Schüler. Dass wir es darüber hinaus mit großer Kunst zu tun haben, schlägt sich in dem Kommentar des großen Bachforschers A. Schweitzer nieder.
Er schreibt:

"Das Orgelbüchlein hat nicht nur eine Bedeutung im Rahmen der Entwicklung des Choralvorspiels, sondern es ist eines der größten Ereignisse in der Musik überhaupt."

Die Mehrzahl der Choräle ist sehr einfach gesetzt. Die Melodie liegt meistens im Sopran, während die Begleitung frei erfundene, vom Choraltext inspirierte charakteristische Motive kontrapunktisch dagegensetzt.
Der stimmungsmäßige Gehalt dieses "Textkommentars" verleiht jedem Choral den Charakter eines mit äußerster Feinheit gezeichneten kleinen Tongemäldes.

Leider ist an dieser Stelle nicht genug Platz, um auf die einzelnen Choralvorspiele analysierend einzugehen. Viele, vor allem die mit den auch heute noch bakannten Melodien, sind aber so suggestiv tonmalerisch gestaltet, dass man leicht die musikalischen Bilder verstehen und bewundern kann.

Walter Brouwers
Ausführende: Walter Brouwers, Orgel
Erscheinungsjahr: 2001

Hörbeispiel:
Oh Mensch, bewein dein Sünde groß